Die Tage werden länger, die Sonne wärmt, und die Lust auf Zeit im Freien wächst. Für uns Menschen ist das die perfekte Zeit, um den Garten wieder auf Vordermann zu bringen, zu entspannen und die Natur zu geniessen.
Aber wie sieht es mit Ihrem vierbeinigen Freund aus? Darf Ihr Hund die neue Freiheit auch uneingeschränkt geniessen?
Generell spricht absolut nichts dagegen! Der Garten kann für Ihren Hund ein wunderbarer Ort zum Schnüffeln, Erkunden und Entspannen sein. Doch die Medaille hat eine Kehrseite, wenn Sie Ihren Hund komplett sich selbst überlassen.
Unbeaufsichtigt im Garten – Der Beginn territorialen Verhaltens
Sobald ein Hund sich selbst überlassen ist, entwickelt er oft schneller als gedacht ein ausgeprägtes territoriales Verhalten. Das bedeutet nichts anderes, als dass der Hund den Garten oder das gesamte Grundstück als sein Revier betrachtet. Und ein Revier muss instinktiv gegen potenzielle „Eindringlinge“ verteidigt werden.
Das bekannte Szenario: Der Postbote oder Spaziergänger nähert sich dem Zaun, und der Hund schlägt lautstark Alarm.
Für viele Hundebesitzer mag das zunächst harmlos wirken, aber dieses Verhalten birgt unliebsame Folgen für alle Beteiligten:
Stress für den Hund – Ein ungelöster Konflikt
Es ist wichtig zu verstehen, dass der Hund in diesem Moment enormem Stress ausgesetzt ist. Er handelt instinktiv und kommuniziert auf seine ganz natürliche Art. Er versucht, Dinge zu regeln, die er in unserem sozialen Zusammenleben niemals allein regeln sollte.
Die Lösung: Grenzen setzen und im Blick behalten
Um territoriales Verhalten zu vermeiden, ist es essenziell, den Hund nicht gänzlich allein im Garten zu lassen. Behalten Sie Ihren Vierbeiner immer im Blick und setzen Sie klare, verständliche Grenzen. So können Sie Konflikte vermeiden und Ihrem Hund zeigen, dass Sie die Situation kontrollieren.

Bild KI-generiert
Neben territorialen Konflikten gibt es im Garten noch eine weitere Gefahr, die oft unterschätzt wird: Zierpflanzen und Gewächse.
Viele unserer beliebtesten Gartenpflanzen sind für Hunde (und Katzen) giftig.
Da Hunde von Natur aus neugierig sind und gerne auf Dingen herumkauen – besonders Welpen und Junghunde –, ist die Gefahr einer Vergiftung auf dem eigenen Grundstück gross.
Kennen Sie Ihre Pflanzen?
Sie sollten die Giftpflanzen in Ihrem Garten genau kennen und im Zweifelsfall entfernen, um Ihre Fellnase zu schützen.
Vorsicht bei diesen Pflanzen
Die Liste ist lang und viele Pflanzen sind sehr verbreitet. Hier sind einige Beispiele:
Extrem giftig:
Häufige Gartenpflanzen:
Zwiebelpflanzen & mehr:
Nadelgehölze:
Die toxische Wirkung unterscheidet sich zum Teil stark. Nicht immer muss der Hund auf der Pflanze herumkauen; bei manchen Pflanzen reicht schon eine blosse Berührung (wie beim Riesenbärenklau), um eine Hautreaktion (Juckreiz oder Verbrennung) auszulösen.
Warnsignale: Diese Symptome sollten Sie kennen
Achten Sie auf folgende Symptome, die auf eine Vergiftung hindeuten können:

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Im Ernstfall: Sofort handeln!
Wenn Sie diese Symptome beobachten oder den Verdacht haben, dass Ihr Hund giftiges Pflanzenmaterial gefressen hat, gilt es schnell zu handeln!
Suchen Sie sofort einen Tierarzt oder eine Tierklinik auf! Jede Minute kann zählen.
Fazit: Geniessen Sie die Gartenzeit mit Ihrem Hund, aber sorgen Sie für seine Sicherheit – sowohl durch Aufsicht als auch durch die Beseitigung verborgener Gefahren. So wird der Garten für alle ein Ort der Entspannung und Freude.
Daniela Heider
zertifizierte Hundetrainerin & Verhaltensberaterin
9463 Oberriet SG
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