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Regionale Rudelführer Hundeschule im Rheintal SG - Liechtenstein - Buchs und Umgebung

Gesundes Futter für Hunde und Katzen

 

Die physiologischen Auswirkungen von extrudiertem Trockenfutter auf den caninen Organismus

 

Beeinträchtigung des Mikrobioms und der Proteinverfügbarkeit

Bei der ausschließlichen Fütterung mit kommerziellem Trockenfutter kann die Ausbildung eines physiologischen intestinalen Mikrobioms (Darmflora) beeinträchtigt werden.

Durch die starken Erhitzungsprozesse während der Extrusion werden potenziell nützliche Bakterienkulturen abgetötet. Zudem kommt es zu einer Denaturierung der Proteine, was deren Bioverfügbarkeit und Verstoffwechselung im Vergleich zu nativen Proteinen aus rohem Fleisch signifikant verändert.

 

Metabolische Belastung der Bauchspeicheldrüse

Der produktionsbedingt hohe Anteil an Kohlenhydraten (Getreide und Stärke) stellt eine unnatürliche metabolische Belastung dar. Die enzymatische Stärkeverdauung des Hundes ist evolutionär limitiert.

Eine dauerhafte Überbeanspruchung der exokrinen Pankreasfunktion erhöht das Risiko für Diabetes mellitus sowie für eine exokrine Pankreasinsuffizienz (EPI), was weitreichende Folgen für die Fettverdauung und die allgemeine Nährstoffverwertung nach sich ziehen kann.

 

Veränderte Transitzeit und Dysbiose

Ein weiterer kritischer Faktor ist die Verlängerung der gastrointestinalen Transitzeit. Während diese bei der Fütterung von Frischfleisch durchschnittlich 6 bis 8 Stunden beträgt, kann sie sich bei Trockenfutter auf bis zu 24 Stunden ausdehnen.

Die daraus resultierende Dauerbelastung des Verdauungstrakts führt häufig zu einer relativen Enzyminsuffizienz. Dies begünstigt intestinale Fehlgärungen, die wiederum eine Dysbiose – eine pathologische Überbesiedelung des Darms mit schädlichen Bakterienstämmen – auslösen.

 

Risiken von Trockenfutter im Fokus

 

Erhöhte intestinale Permeabilität ("Leaky-Gut-Syndrom") und Allergieentstehung

Die toxischen Metaboliten dieser pathogenen Bakterien induzieren entzündliche Veränderungen der Darmschleimhaut und verändern deren Durchlässigkeit. Es kommt zu einer erhöhten intestinalen Permeabilität (Leaky-Gut-Syndrom).

Infolgedessen können unzureichend gespaltene Makromoleküle die Darmbarriere passieren und in den systemischen Blutkreislauf gelangen.

Da diese körperfremden Antigene in dieser Form nicht für den Stoffwechsel vorgesehen sind, provozieren sie eine permanente Aktivierung des Immunsystems. Bei chronischer Exposition kann diese Überstimulation in einer pathologischen Immunantwort – einer Futtermittelallergie oder Intoleranz – resultieren.

 

Verlust nativer Nahrungsstrukturen

Die primäre physiologische Funktion des Darms besteht darin, Nährstoffe erst nach vollständiger enzymatischer Aufspaltung in bioverfügbare Mikrobausteine in den Organismus zu überführen.

Bei stark verarbeiteten Futtermitteln liegen die Nährstoffkomplexe jedoch nicht mehr in ihrer nativen, biologisch aktiven Form vor, was den natürlichen Aufschlüsselungsprozess erschwert (vergleichbar mit dem Verlust der Vitalität bei stark verarbeiteten Lebensmitteln).

 

Darmanierung vs. Ausschlussdiät

Zur kausalen Therapie von Futtermittelallergien ist daher eine vollständige Darmsanierung und die Wiederherstellung der physiologischen Darmfunktion essenziell.

Eine Ausschlussdiät dient primär der Diagnostik und der temporären Entlastung des Systems – vergleichbar mit der Ruhigstellung einer Fraktur.

Sie stellt jedoch keine dauerhafte Ernährungsstrategie dar. Die Durchführung einer Ausschlussdiät auf Basis neuer Trockenfuttermittel birgt zudem das Risiko, dass das Immunsystem sukzessive Kreuzallergien gegen bislang verträgliche Proteinquellen entwickelt, was das therapeutische Fenster zunehmend verkleinert.

 

Praktikabilität der Rohfütterung (BARF)

Abschliessend sei zur praktischen Umsetzung angemerkt: Die Rohfütterung (BARF) ist auch bei stark begrenzten Lagerkapazitäten logistisch realisierbar.

Die Versorgung von zwei Hunden lässt sich durchaus auch mit minimalem Gefrierraum (z. B. einem einzelnen Kühlschrank-Schubfach) effizient organisieren und sollte daher nicht als Ausschlusskriterium für eine artgerechte Ernährung gelten.

 

BARF als Alternative

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