Calming Signals gehören zur Hundesprache


Hund reden und verständigen sich über ihre Körpersprache.

Hunde die gähnen, müssen nicht immer müde sein.

Hunde gähnen meist, wenn sie z. Bsp. bedrängt werden, beim Tierarzt sind oder wenn es unter uns Menschen zu lauten Diskussionen und Streitigkeiten kommt.

Das Gähnen beim Hund ist ein häufig zu beobachtendes Beschwichtigungssignal.

Calming Signals (engl.) = Beschwichtigungssignale, sind ein wichtiger Bestandteil in der Hundesprache. Sie dienen der Verständigung, zur Beruhigung, zum Abbau von Stress und zum Lösen von Konflikten oder Spannungen.

Unabhängig von der Rasse und dem Alter verstehen alle Hunde die Beschwichtigungssignale, da diese angeboren sind.

So gähnen zum Beispiel schon wenige Tage alte Welpen, wenn sich hochgehoben werden.

Hunde setzen diese Signale aber nicht nur unter Artgenossen ein, sondern auch bei uns Menschen.

Wir Menschen können diese Signale nutzen und lernen, mit dem Hund besser zu kommunizieren. Werden Beschwichtigungssignale von uns Menschen übersehen oder übergangen, können Hunde lernen, dass es notwendig ist, ihr Anliegen deutlicher zu kommunizieren, indem sie beispielsweise knurren oder ihre Zähne zeigen.

Untersuchungen der norwegischen Hundeexpertin Turid Rugaas ergaben, dass es etwa 30 verschiedene Calming Signals gibt.

Einige Signale können auch eine andere Bedeutung haben. So kann das Gähnen eben auch auf Müdigkeit oder einen Sauerstoffmangel hinweisen.

 

Beschwichtigungssignale beim Hund, Calming Signals

Weitere häufige Beschwichtigungssignale sind:

  • den Blick / Kopf abwenden
  • blinzeln, ohne starren Blick
  • lecken der Nase / Maul
  • Verlangsamung von Bewegungen, erstarren, einfrieren
  • ruhiges Hinsetzen oder Hinlegen
  • schnüffeln ohne erkennbaren Grund
  • Vorderkörpertiefstellung (ist oft nur ein Strecken nach dem Schlaf und wird zudem auch als Spielaufforderung genutzt)
  • Pfote heben (nicht zu verwechseln mit der Dominanzgeste "Pfote auflegen")
  • einen Bogen laufen
  • Ohren anlegen (kann auch Erwartungshaltung sein)
  • pinkeln (kann auch Dominanz oder starke Unterwürfigkeit sein)

Welche Beschwichtigungssignale der Hund bevorzugt, ist individuell verschieden und auch von der jeweiligen Rasse abhängig.

So wird ein Hund mit langem Fell, das seine Augen verdeckt, mit Blinzeln oder Zukneifen der Augen keine Reaktion erzielen und lernen, andere Beschwichtigungssignale anzuwenden.

 

  

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