Domestikation


Als Domestikation wird die Zähmung bzw. allmähliche Umwandlung wildlebender Tiere zu Haustieren bezeichnet.

Als eines der ältesten Haustiere begleitet der Hund den Menschen schon seit der Steinzeit.

Noch immer ist nicht endgültig geklärt, wann der heutige Haushund entstand. Unumstritten ist dagegen, dass er vom Wolf abstammt. Sein wissenschaftlicher Name lautet deswegen auch Canis lupus familiaris, was übersetzt "der gezähmte Wolf" bedeutet.

 

Viele Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich Wolf und Mensch vor ungefähr 15.000 bis 20.000 Jahren anfreundeten und sich so der Hund entwickelte. Eine Studie, die 1997 im "Science"-Magazin veröffentlicht wurde und die die DNA von Wölfen und Hunden verglich, datiert die Domestizierung des Wolfes sogar mehr als 100.000 Jahre zurück.


Von Erik Zimen, einem schwedischen Verhaltensforscher, Dokumentarfilmer und Wolfsexperten stammt die verbreitetste Theorie zur Domestikation.

Im Zusammenleben von Nomadenvölkern mit Hunden wurden einst Hundewelpen von Frauen gesäugt, die ihren Säugling bei der Geburt verloren hatten. Im Gegenzug halfen ältere Hunde bei der Pflege der Säuglinge, indem sie als Windelersatz die Exkremente aufleckten und die Kinder als "Babysitter" beim Spielen begleiteten. Zudem beseitigten die Hunde den Abfall, da sie sich von Essensresten ernährten.

 

Zimen führte dieses Verhalten auch auf Menschen und Wölfe zurück, die viele Vorteile für das Zusammenleben erkannt haben könnten. Generell sind Wölfe Rudeltiere mit einem ausgeprägten Familienleben bis zur dritten Generation. Selten wandert ein Jungtier ab, um ein eigenes Rudel zu gründen. Das Revier rund um die Wurfhöhle wird gegen Konkurrenten gemeinsam verteidigt, die Welpen gemeinsam aufgezogen und beschützt.

 

Die Jagd erfolgt stets im Rudel und über lange Strecken, wobei die Gruppe durch ihre Zusammenarbeit oft grosse Beute erlegt.

Das Sozialverhalten der Wölfe erinnert somit stark an das von Menschen, was das Zusammenleben und die Domestizierung stark vereinfacht haben dürfte.

Der Hund ist das älteste Haustier des Menschen. Katzen schlossen sich den Menschen erst vor ungefähr 9500 Jahren an.

 

 

Katzen

Der Vorfahre der Katze ist die afrikanische Falbkatze. Als in menschlichen Siedlungen die Mäusepopulation aufgrund gut gefüllter Getreidespeicher zu gross wurde, kamen die Katzen von selbst in die Städte und schlossen sich den Menschen an (Selbstdomestikation).

Katzen sind Einzelgänger und jagen alleine. Artgenossen gelten als Konkurrenten. Kommt es zu einem Aufeinandertreffen zweier Katzen, entscheidet diejenige das Duell, in deren Revier man sich befindet (revierabhängige Rangordnung).

 

Tatsächliche Stärke oder Grösse spielt keine Rolle. Allerdings können Katzen auch in sozialen Verbänden zusammenleben, Partner - und Freundschaften pflegen. Bei diesen Tieren ist alles möglich.


So verschieden Hunde und Katzen auch sein mögen, sie können ihr Verhalten ihrem jeweiligen Sozialpartner anpassen.

 

Das Ausdrucksverhalten von Hunden

Interaktion mit Artgenossen

Die Körpersprache von Hunden ist auf soziale Interaktion ausgelegt, die Bindungen fördert und Respekt bekundet. Beim Schnauzengriff, nimmt das überlegene Tier die Schnauze des unterlegenen leicht zwischen seine Zähne - eine freundliche Zurechtweisung. Das aktive Unterwerfen (soziales Grüssen) ist ein freundlich - demütiges Verhalten, bei dem der Körper geduckt bleibt. Das Lecken der Schnauze des Artgenossen und auch das "Pföteln" sind Beschwichtigungsgesten und gehen auf kindhaftes Verhalten zurück. Bei der passiven Unterwerfung (passive Demut) legt sich der Hund auf den Rücken, was bei seinem Gegenüber die Aggressionen hemmt.

 

Das Ausdrucksverhalten von Katzen

Artübergreifende Kommunikation

Bei Katzen sind die meisten Signale so ausgelegt, aus weiter Entfernung erkannt werden zu können. Katzen nutzen eine Art Plansprache (Säugetier Esperanto), die alle Säugetiere verstehen, z. B. den Katzenbuckel (einschüchtern durch Grösse, Warnung durch Fauchen).

Die meisten Signale sind darauf ausgelegt, Distanz zu erhalten oder zu vergrössern. Unterwürfige Signale sind keine vorhanden, kontaktfördernde nur wenige. Das Einzelgängertum beschränkt die Kommunikation vor allem auf Geruchsstoffe, um Zugehörigkeit und Besitztum zu kennzeichnen.

 

 

 

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